Tatort „Walk of Fame“

Glanzvolle Überraschung, plötzliche Leere, strahlendes Comeback: Wie Kabarettist Emil Steinberger im Europa‐Park eine Sternstunde gleich zweimal erlebte

Es sollte ein ganz besonderer Tag werden. Als Überraschung wurde für den beliebten Kabarettisten Emil Steinberger auf dem „Walk of Fame“ im Europa-Park ein eigener Stern enthüllt – direkt vor dem charmanten „Magic Cinema 4D“ im französischen Themenbereich. Emil war sichtlich gerührt, als er den glänzenden Stern mit seinem Namen entdeckte. 

 

Dort, wo bereits auch schon Größen wie Priscilla Presley, Til Schweiger, Roger Moore, Franz Beckenbauer oder Henry Maske verewigt sind, hat Emil nun seinen festen Platz. „Damit hätte ich nie gerechnet“, flüsterte er bewegt und strich vorsichtig mit der Hand über die goldenen Buchstaben seines Sterns.

Jährlich besuchen rund 1,5 Millionen Gäste allein aus der Schweiz Deutschlands größten Freizeitpark. Für Emil ein wunderbarer Gedanke: So viele seiner Landsleute spazieren nun tagtäglich an seinem Stern vorbei. Glücklich und stolz kehrte er an diesem Tag zurück in seine Heimatstadt Basel.

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Klaffendes Loch im Beton
Einige Wochen später zog es ihn erneut in den Europa-Park – diesmal zusammen mit seiner Familie. Die Enkelkinder strahlten vor Vorfreude, denn sie dachten natürlich nur an eines: Achterbahnen, Abenteuer, Adrenalin! Doch Opa Emil hatte noch eine Überraschung parat. Bevor es losgehen sollte, bat er alle, sich beim Kino zu treffen. Er grinste verschmitzt, denn er wusste genau, was dort auf sie wartete. „Kommt, wir spazieren da vorne mal den ‚Walk of Fame‘ entlang“, sagte Emil geheimnisvoll. Seine Enkel hüpften neugierig neben ihm her. „Schaut mal, gleich hier …“ Doch plötzlich stockte Emil. Er starrte auf eine graue, kahle Fläche im Boden. Dort, wo sein goldener Stern glänzen sollte, klaffte nur ein trostloses Loch im Beton. Emil schluckte. „Da … da war doch mein Stern“, murmelte er enttäuscht. Für einen Moment herrschte betretenes Schweigen. Emil informierte Europa-Park-Chef Roland Mack. Der ließ es sich nicht nehmen, persönlich nachzusehen – und konnte es kaum glauben. „So etwas ist noch nie passiert“, sagte er fassungslos. Tatsächlich hatte ein dreister Dieb den Stern über Nacht aus dem Boden gebrochen und gestohlen. „Emil muss ja ganz verrückte Fans haben …“

Doppelt gesichert hält besser
Doch die Geschichte nahm ein gutes Ende. Nur wenige Tage später wurde ein neuer Stern graviert und diesmal doppelt gesichert im Boden verankert. Nun prangt Emils Name wieder an seinem Platz, glänzender denn je. Täglich laufen Tausende Besucher darüber hinweg – manche bleiben stehen, lächeln und machen ein Erinnerungsfoto.

Als Emil das nächste Mal mit seiner Familie darüber spazierte, strahlte er übers ganze Gesicht. „Super, ich freue mich total!“, rief er und lachte. Dann schaute er genau auf den einzementierten Stern und grübelte: „Dieser Emil-Stern ist ja richtig einbetoniert mit dem Eisenbeton-Gemisch, das 1.000 Jahre nichts mehr loslässt. Auch ein Schüfeli und Bäseli hilft da nichts mehr, vom Regen und Schnee reden wir schon gar nicht.
Einzig der Nebel könnte noch einen Streich spielen, wenn … aber komm, das lassen wir jetzt und sind zufrieden und glücklich.“ Ein typischer Emil! Die Enkel klatschten vor Begeisterung in die Hände. So wurde aus einem kleinen Schreck eine Geschichte, die nicht nur Emil und seine Familie, sondern auch unzählige Parkgäste noch lange schmunzeln lässt. Und der Stern? Der wird jetzt bestimmt nicht mehr so schnell verschwinden.

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Wie so viele Schweizer sind auch Niccel und Emil Steinberger riesengroße Fans des Europa-Park.

„Mit was habe ich das verdient?“ 
Das Schweizer Fernsehen SFR berichtete über den Stern für Emil im Europa-Park. 
srf.ch/play/tv